P8000 compact

Ich sammel ja alle alten Rechner mit denen ich in meiner Hobby- und beruflichen Laufbahn Kontakt hatte. Mit diesen stapel ich dann sowohl mein Arbeitszimmer zuhause, als auch schon die Räumlichkeiten in der Firma voll. Der P8000 compact ist aber das Highlicht und mein ganzer Stolz, weshalb er auch ständig betriebsbereit auf meinem Arbeitstisch steht.

Der P8000 compact, Nachfolger des körperlich etwas größeren P8000 stammt zwar aus den Zeiten der DDR (entwickelt 1989), ist aber nicht von Robotron sondern von den EAW – Elektro-Apparate-Werken. Obwohl auf den unten aufgeführten Links von robotrontechnik.de und Olliver Lehmann alle Informationen bestens und vollständig zu finden sind, möchte ich hier trotzdem einen kleinen Auszug der wahnsinnigen technischen Parameter zum „P8000“ nennen.

Die Hardware

Mein P8000 compact stellt sozusagen 2 Rechner in einem dar, zum einen hat er ein Mainboard auf Basis des 8-bit U880 und zum zweiten ein Mainboard mit 16-bit U8001 Prozessor. Er besitzt den für damalige Zeiten enormen Arbeitsspeicher von 4MB, zwei 5¼“ Diskettenlaufwerke und 2 interne Festplatten mit je 50MB.

P8000 Details
CPU 1: 8-bit 4MHz U880 (Zilog Z80 Klone)
CPU 2: 16-bit 4MHz U8001 (Zilog Z8001 Klone)
Diskette: 2 * 5,25″ Disketten-Laufwerke
Festplatte: 2 * 50MB MFM Festplatten
Bildschirm: bis zu 8 serielle Terminals mit 80×25 Zeichen monochrome (grün)
Sonstiges: externer paralleler EPROM-Brenner

Mein P8000 compact 1MB Speichermodul

Software

Auf dem 8-bit Prozessor konnten die Betriebssysteme OS/M, IS/M und UDOS eingesetzt werden, welche allerdings nur Gebrauch von den Diskettenlaufwerken und einem Teil des Arbeitsspeichers machten.

Der 16-bit Prozessor nutzte dann das ganze Potential, auf ihm lief ein UNIX-Betriebssystem namens WEGA, welches dann auch die Festplatten und die 4MB RAM richtig verwenden konnte.

WEGA Startup Screen WEGA Login Prompt

Fazit

Der P8000 / P8000 compact war damals die heisseste Workstation überhaupt, was auch schon der Preis im Jahre 1988 von 172.125,- Mark erkennen läßt. Ein Jahr später im Wendejahr lag der Preis immernoch bei stolzen 89.400,- Mark. Es gibt nicht mehr viele funktionfähige Geräte, weshalb ich um so froher bin noch einen P8000 mein Eigen zu nennen.

Links zum Thema: